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Tipps für die glutenfreie Gastronomie vom Profi

Bild Marcus Beran

Glutenfreie Speisen anbieten – aber wie geht das?

Wir haben für euch Marcus Beran interviewt, den Profikoch wenn es um Allergien und Unverträglichkeiten geht.

Die Tipps im Überblick:

  1. Geduld
  2. Kleine Schritte gehen
  3. Die richtigen Produkte verwenden
  4. Kommunikation mit den Gästen
  5. Werbung und die richtige Platzierung auf der Speisekarte
  6. Offen sein für neues
  7. Nachfragen und sich vernetzen
  8. Kreativ werden

Sein Motto:

Kann ich nicht, gibt es nicht! Denn Speisen für Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten zu kochen, ist nicht schwer. Viele Gerichte lassen sich sogar von Natur aus glutenfrei zubereiten und sind on top noch richtig lecker!

Die wichtigsten Tipps von Marcus Beran:

Wichtig sind die richtigen Produkte. Ohne die richtige Produktauswahl, funktioniert es nicht. Dabei ist es erstmal egal, ob glutenfrei oder nicht. Auch für “normale” Gerichte wählt ihr eure Zutaten sorgfältig aus. Für glutenfreie Produkte ist die Produktauswahl jedoch besonders wichtig. Viele Hersteller bieten einen Foodservice an, bei dem die Artikel qualitativ hochwertiger sind als die Standardprodukte aus dem Supermarkt. Nachfragen und Ausprobieren sind dabei das A und O.

Und wie so vieles im Leben geht nichts von heute auf morgen. Geduld war schon immer der Schlüssel zum Erfolg. Dieser Punkt ist damit, so banal es klingt, der Top 1 Tipp von Marcus Beran, wenn es um die Einführung von allergikerfreundlichen Speisen und einem Allergenmangement geht. Im Schnitt dauert es 1-2 Jahre bis sich ein neues Konzept etabliert und amortisiert hat.

Aber nicht nur Geduld ist wichtig, auch die Kommunikation allgemein wird häufig vernachlässigt. Zum einen die Kommunikation mit den Gästen selbst, aber auch die richtige Kommunikation des Angebots nach außen sind immens wichtig. Denn wenn niemand weiß, dass es bei dir glutenfreie Pizza gibt, kann auch niemand glutenfreie Pizza kaufen, so Marcus Beran. Ein kleiner Vermerk unten auf der Speisekarte ist nicht ausreichend – das sieht keiner. Die richtige Platzierung auf der Speisekarte kann also viel bewirken, genauso wie Werbung.

Kleine Schritte – dieser Punkt geht mit dem Aspekt Geduld einher. Niemand verlangt, dass die dreistöckige Torte ab sofort glutenfrei sein muss. Für den Anfang reicht auch eine kleine glutenfreie Süßspeise im Glas vollkommen aus. Jeder Zöliakie Betroffene wird sich darüber freuen und wenn es richtig kommuniziert wird auch bestellen. Schritt für Schritt kann man sich dann an neue Dinge wagen.

Und damit wären wir auch schon beim nächsten und letzen Punkt. Offen sein für Neues – gerade jetzt, zu Zeiten von Corona, kann man die Zeit nutzen neue Rezepte und Ideen zu entwickeln und auszuprobieren. Fragt nach, informiert und vernetzt euch und sprecht mit Köchen die bereits Erfahrung auf diesem Gebiet haben. Werdet kreativ, denn das macht den Beruf des Koches spannend und vor allem abwechslungsreich.

Über Marcus Beran

Marcus Beran ist ein Multitalent – Fleischer, (Diät)Koch und Unternehmer. Angefangen hat alles mit einer Ausbildung zum Fleischer, im Anschluss startete er direkt seine Ausbildung zum Koch und das trotz der Diagnose Glutenunverträglichkeit. Aus diesem Grund folgte dann auch die Weiterbildung zum Diätkoch. Heute führt Marcs Beran sein eigenes Unternehmen und hat es sich zur Aufgabe gemacht gastronomische Betriebe hinsichtlich des Umganges mit Allergenen zu schulen. Auch Kochworkshops für Allergiker bietet er regelmäßig an. Falls ihr noch mehr über ihn und seine vielfältige Arbeit erfahren wollt, schaut gerne auf seiner Homepage vorbei.

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